Die Stiftung
Die Stiftung setzt ihren Schwerpunkt auf den kulturellen Austausch und die Bewahrung wie Aufarbeitung der bildenden Kunst der 70er und 80er Jahre.
Sie initiiert und fördert Projekte auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in allen Sparten, die sich mit der Kunst dieser Jahre befassen. Insbesondere pflegt die Stiftung die Nachlässe wie auch die aktuellen Arbeiten der Mitglieder der Künstlergruppe RATGEB Berlin 1977–1985.
Gegründet wurde die Stiftung 2021 in Berlin.
Stiftungszweck
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst, Kultur und Bildung gemäß §§ 52 ff. AO. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
Aufbau einer Sammlung von Gegenwartskunst mit dem Schwerpunkt in Kunst, die den gesellschaftlichen Diskurs befördert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll
Durchführung von Einzel- und Sammelausstellungen, Katalogisierung und Veröffentlichungen künstlerischer Werke
Mehr über den Gründer
Michael Thomas Schröder, Stiftungsvorsitzender, geboren 1949 in Berlin.
Michael Thomas Schröder, geb. 1949 in Berlin, gründete gemeinsam mit Freunden 1977 die Galerie 70 in Berlin-Charlottenburg, Schillerstrasse 70, die wiederum bis zu ihrer Schließung 1986 Mittelpunkt der politischen Kulturszene Berlins war. Neben politisch-dokumentarischen Ausstellungen zu Themen wie „Brokdorf“, „§ 218“, „Kunst gegen Rechts“, „SPIEGEL-Titelseiten“, „Kriegsspielzeug“, „Kein schöner Land“ gab es diverse gemeinsame politische Kunstprojekte mit der Künstlergruppe RATGEB wie z.B. „Fussball & Folter“ anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Argentinien 1978. 1982 wurde im 2. Stock der Galerie 70 die Fotogalerie 70 mit Ausstellung von Andrew Savulich/NY, Stanislav Tuma/Prag oder F.C.Gundlach/HH eröffnet.
Er kuratierte dann für die Berliner Kunstvereine NGBK und NBK Ausstellungen wie „1984“ in der provisorischen Kunsthalle Hallensee und „Kunst im Exil“ in der Orangerie Schloss Charlottenburg.
Aus diesen Jahren rühren viele Kontakte und enge Freundschaften zu bildenden Künstlern national wie international, was wiederum Basis und Motivation für die Gründung der Stiftung war.
„Kunst begleitet mich durch alle Höhen und Tiefen und so kann ich auch selbst die Finger nicht von ihr lassen.“ – Michael Thomas Schröder, Stiftungskatalog
Mehr über RATGEB Berlin 1977–1985
1977 gründen Paul Blankenburg († 1996), Werner Steinbrecher († 2008) und Werner Brunner (geb. 1941) die Künstlergruppe Ratgeb; später kommen Nil Ausländer und Bernd Micka dazu. Acht Jahre lang entwerfen die Ratgeb-Künstler in West-Berlin mehrere Wandbilder mit Schulkindern, Jugendlichen, Hausbesetzer*innen und einer Biker-Bande bevor sich die Gruppe im Jahr 1985 auflöst.
Die Sammlung
Werner Brunner, geboren 1941 in Oberammergau, ist gelernter Schmied, ehemaliger Architekt und archäologische Bauforscher. Sein Werk ist ebenso vielschichtig wie seine Vita und reicht thematisch von Architektur weit über Politik und Literatur hinaus.
Werner Brunner ist ein Künstler, dessen Werk weit mehr als reine Malerei ist: Es ist ein dichtes Geflecht aus Archaischem, Politischem, Poetischem und Bildnerischem, in dem jede Komponente zugleich Material wie Konzept darstellt. Seine Biografie – gelernter Schmied aus Oberammergau, ausgebildeter Architekt und archäologischer Bauforscher – speist einen Großteil seiner Bildwelt, denn Brunner arbeitet im Spannungsfeld von Umwelt, Geschichte und menschlicher Existenz.
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Seine Bilder ziehen sich thematisch durch Architekturen und Räume, Stadt und Land, durch „Nachkriegsbilder“, Tiermotive, die Arche, Atlas sowie übergeordnete philosophische Referenzen wie Nietzsche. Brunner arbeitet mit Montage: Zeitungsmeldungen, Fotografien oder Zitate werden ins Bildmaterial aufgenommen, übermalt oder durchscheinen gelassen – so dass sie nicht bloß dekoratives Beiwerk sind, sondern Impulse, Rohstoffe für seine künstlerische Reflexion.
Dabei ist sein Stil geprägt von einem Wechselspiel: klarer Gedanke und formale Kraft, Materialität und Transparenz, Erzählung und Abstraktion. Brunner malt nicht einfach das, was er sieht – er malt, was er bereits gedacht hat. Das Konzept geht ihm voraus, und aus dieser inneren Vorstruktur entwickelt er ein Bild, das seine Gedanken sichtbar macht.
Brunners Werk bleibt nie belanglos oder beliebig: Es nimmt Stellung, wirkt kritisch, ironisch oder schlicht durchscheinen lassen – und doch immer ästhetisch stark. Es ist Kunst, die auf mehreren Ebenen wirkt – visuell, intellektuell und emotional. Für eine Stiftung, die Werke von Brunner besitzt, liegt in diesen Objekten mehr als formaler Ausdruck: Man erhält Dokumente eines künstlerischen Prozesses, der menschliche Bedingungen, historische Spuren und gesellschaftliche Räume einbezieht – breit angelegt, tief reflektiert, optisch ansprechend und gedanklich fordernd.
Werner Steinbrecher
1946–2008SammlungKein Porträt vorhanden
Gründungsmitglied RATGEB. 1946 geboren in Visbek, aufgewachsen in Düsseldorf. Studium der Architektur in Aachen, der Malerei in Nürnberg und Berlin, 1978 Meisterschüler der HdK Berlin. 1989 Umzug nach Allenbostel bei Uelzen, gestorben 2008 in Bardowick.
Werner Steinbrecher (1946–2008) war ein deutscher Künstler, dessen Werk sich zwischen figürlicher Darstellung und expressiver Abstraktion bewegt und der durch öffentliche und muralistische Arbeiten weit über das Atelierschaffen hinauswirkte. Geboren in Visbek in Niedersachsen, wuchs Steinbrecher ab 1949 in Düsseldorf auf. Im Jahr 1972 begann er sein Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Nürnberg, ein Jahr später wechselte er an die Hochschule der Künste (HdK) in Berlin. In Berlin war er auch Gründungsmitglied der Künstlergruppe Ratgeb (1977–1986), die insbesondere durch große Wandmalereien an Berliner Hausfassaden bekannt wurde.
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Seine Werke zeichnen sich durch eine Spannung aus zwischen dem Narrativen und dem Symbolischen, zwischen figürlichen Motiven – oft in expressive Gestik eingebettet – und dichter, farblich starker Komposition. In vielen seiner Arbeiten zeigt sich ein Interesse an der Struktur der Fläche, dem Umgang mit Farbe und Form, dem Wechselspiel von Innenleben und Oberfläche, von Licht und Schatten, Gestalt und Raum. Sein Umgang mit öffentlichem Raum (Mural-Arbeiten) unterstreicht, dass Steinbrecher die Kunst nicht nur als Privateinsatz verstand, sondern als gesellschaftliche Geste, als Beitrag zu urbaner Identität und kollektiver Wahrnehmung.
Er hinterließ ein Œuvre, das sowohl im kleinen Format wie auf großflächigen Flächen wirkt, auf Papier, Leinwand und in Wandflächen realisiert wurde. Der expressive Gestus und seine starke visuelle Präsenz lassen seine Arbeiten heute als markante Zeugnisse einer deutschen Kunst nach 1945 gelten, die Brücken schlagen zwischen persönlicher Emphase und öffentlicher Form.
Vita- 1946 geboren in Visbek, aufgewachsen in Düsseldorf
- 1966 nach Abitur Architekturstudium an der TH Aachen
- 1972 nach Diplom Malereistudium bei C. Fischer an der Akademie für Bildende Künste Nürnberg
- 1974 Fortsetzung des Studiums bei H. Trökes an der HfbK Berlin
- 1977 Gründung der Künstlergruppe RATGEB (bis 1986)
- 1978 Studienabschluss als Meisterschüler der HdK Berlin
- 1989 Umzug von Berlin nach Allenbostel (bei Uelzen)
- 2008 am 23. Oktober gestorben in Bardowick
Volkmar Förster
* 1939Sammlung
Fernmeldehandwerker, Laborant, Hochfrequenztechniker, Staatsexamen Kunsterziehung/Deutsch, Lehrer, Theatermaler, Diplom Bühnen- und Kostümbildner, Engagements Staatstheater Schwerin, Bühnen der Stadt Magdeburg, neues theater Halle, freier Bühnenbildner an vielen Theatern, Szenenbildner mdr Fernsehen, Puppenspieler, schlussendlich Maler und Grafiker.
Volkmar Förster, geboren 1939 in Chemnitz, ist ein Künstler, dessen langer Lebensweg und vielfältige Berufserfahrungen sein künstlerisches Werk tief geprägt haben. Seine Ausbildung und berufliche Praxis erstrecken sich über Stationen als Fernmeldehandwerker und Hochfrequenztechniker, über Lehrtätigkeit in Kunsterziehung und Deutsch, über Ausbildungen als Theatermaler und Bühnen-/Kostümbildner sowie Engagements an Theatern wie Schwerin, Magdeburg und dem „Neuen Theater“ Halle/S. Förster war darüber hinaus Puppenspieler und freier Bühnenbildner, Szenenbildner für Film und Fernsehen sowie langjähriger Leiter der Galerie LandArt im Vogtland, wo er Pleinairs, Symposien und Kurse zur bildenden und darstellenden Kunst organisierte. 2009 zog er nach Mecklenburg-Vorpommern, 2014 weiter nach Funkenhagen in der Uckermark.
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Försters schaffendes Werk ist breit gefächert: Er arbeitet als Maler und Grafiker, beherrscht Öl- und Acrylmalerei, Aquarell, Gouache, Holzschnitt und Radierung, schafft Plastiken, Installationen und Performances. Seine thematischen Serien („Einsame Räume“, „Huskyträume“, „Der zertanzte Traum“, „Schwanengesang“, „Die Rückkehr des Grüns“, „Die Sagen der Feldberger Seenlandschaft“ u.a.) zeichnen sich durch besondere Aufmerksamkeit auf Natur, Traum, Mythos und Ort aus, zugleich ist Raum für Erzählung und Stille, Reflexion und Bildraum. Zusätzlich publizierte Förster illustrierte Bücher wie „Das Moosmännlein“ und „Die Sagen der Feldberger Seenlandschaft“.
Für eine Stiftung, die Werke Försters besitzt, heißt das: Man hält nicht nur Werke in der Sammlung, sondern ein Œuvre, das über Jahrzehnte wächst, Spuren vieler Disziplinen trägt – Theater, Grafik, Malerei – und das sowohl eine tiefe lokale Verankerung als auch einen transdisziplinären Anspruch besitzt. Seine Arbeiten laden dazu ein, Form und Inhalt, Werk und Erlebnis, Raum und Narrativ miteinander zu denken.
Ralf Ehrhardt
* 1950SammlungKein Porträt vorhanden
1950 geboren in Leipzig, Schulzeit in Hannover. Grafik- und Fotografiestudium, Studium Geschichte und Kunsterziehung an FU und HdK Berlin. 1976 Mitbegründer der Galerie 70, seit 1981 auch freischaffender Künstler, seit 2010 Wohnsitz auch in Griechenland.
Ralf Ehrhardt, 1950 in Leipzig geboren und in Hannover aufgewachsen, verbindet in seinem künstlerischen Schaffen verschiedene biografische und kulturelle Einflüsse zu einer eigenen visuellen Sprache. Sein Weg führte ihn über ein Grafik- und Fotografiestudium an der Fachhochschule Hannover sowie ein Studium der Geschichte und Kunsterziehung an der FU und der HdK Berlin schließlich zur Kunst – zunächst als Lehrer und Mitbegründer der „Galerie 70“, ab 1981 dann auch als freischaffender Künstler. Seit 2010 lebt und arbeitet er zeitweise in Griechenland, was sich nicht nur geographisch, sondern auch motivisch in seinem Werk widerspiegelt.
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Ehrhardts künstlerisches Medium ist in erster Linie die Collage – ergänzt durch Zeichnung, Aquarell und Mischtechniken. Seine Arbeiten sind geprägt von einer subtilen Beobachtung der Welt, von einem Interesse an urbanen Strukturen, kulturellen Codes und gesellschaftlichen Zuständen. Dabei bringt er eine feine Balance aus persönlicher Erfahrung, dokumentarischer Genauigkeit und formaler Klarheit in seine Werke ein. Wiederkehrend ist der Blick auf Orte, deren historische oder alltägliche Schichten er durch Materialien, Fundstücke oder fotografische Fragmente sichtbar macht.
Mit großer Aufmerksamkeit für das Verhältnis zwischen Bild und Kontext, Oberfläche und Bedeutung, entwickelt Ehrhardt Werkgruppen, die oft aus Reiseerfahrungen oder alltäglichen Beobachtungen hervorgehen – und dabei immer eine größere Ebene berühren: Erinnerung, Wandel, kulturelle Identität. Als Künstler, Fotograf und Lehrer versteht er es, Vermittler zwischen Form und Inhalt zu sein – sein Werk spricht durch Genauigkeit, ironische Distanz und einen leisen poetischen Ton. Es fügt sich damit stimmig in die Sammlung der Stiftung MTS ein, die sich der Reflexion und Bewahrung künstlerischer Positionen seit den 1970er Jahren widmet.
Vita- 1950 geboren in Leipzig, Schulzeit in Hannover
- 1970 Grafik- und Fotografiestudium an der Fachhochschule Hannover
- 1972 Studium Geschichte und Kunsterziehung an der FU und HdK Berlin
- 1976 Mitbegründer der Galerie 70 (Ausstellungen zu Themen aus Kunst, Politik, Kommunikation und Medien)
- 1978 Meisterschüler bei Prof. H. Kaufmann
- 1979 Gymnasiallehrer (Kunst und Geschichte)
- seit 1981 auch freischaffender Künstler
- seit 2010 Wohnsitz auch in Griechenland
- Ausstellungen (Auswahl): 1994 IKB Industriebank Berlin · 1995 Grundkreditbank Berlin · 1997 Galerie Clasing Münster · 2002 Kunstamt Steglitz-Zehlendorf, Schwartz’sche Villa · 2002 Galerie Laubach Berlin · 2004 Galerie Raum 2 Hamburg · 2005 Tuchmacherhaus Diepholz · 2006 Beverino Diepholz · 2010 Galerie Fukuvama Kleinmachnow · 2011–2020 div. Gruppenausstellungen Berlin, Hannover
Paul Blankenburg
† 1996SammlungKein Porträt vorhanden
Gründungsmitglied RATGEB, † 1996. Mit Werner Steinbrecher und Werner Brunner gründete er 1977 die Künstlergruppe Ratgeb, die acht Jahre lang Wandbilder im Stadtraum West-Berlins schuf.
Paul Blankenburg († 1996) war ein Künstler, dessen Werk eng mit dem gesellschaftlichen Diskurs und der urbanen Realität seiner Zeit verbunden ist. Früh suchte er den Austausch, stellte Fragen und trat mit seiner Kunst bewusst in den öffentlichen Raum. 1977 war er Mitbegründer der Berliner Künstlergruppe RATGEB, gemeinsam mit Werner Steinbrecher, Werner Brunner, später auch Nil Ausländer und Bernd Micka. Die Gruppe verstand sich nicht nur als künstlerisches Kollektiv, sondern auch als soziales Projekt: Acht Jahre lang gestalteten die Künstler gemeinsam großflächige Wandbilder im Stadtraum West-Berlins – häufig in Kooperation mit Schulklassen, Jugendlichen, Hausbesetzer*innen oder auch Gefangenen. Die so entstandenen Werke trugen politische, soziale und historische Konnotationen in den öffentlichen Raum und verstanden sich als Kommentare zu aktuellen Fragestellungen.
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Blankenburg und seine Kollegen arbeiteten mit besonderer technischer Sorgfalt: Statt konventioneller Wandfarbe setzten sie auf atmungsaktive, wasserdichte Mineralfarben – sogenannte Secco-Malerei –, die dauerhaft mit der Bausubstanz verkieselten. So entstanden Wandbilder wie jenes in der Pritzwalker Straße 16 oder am Ausbildungswerk Kreuzberg, gestaltet gemeinsam mit Jugendlichen, sowie an einem Seniorenheim in Charlottenburg in Kooperation mit Insassen der Jugendstrafanstalt Plötzensee. Auch bei der Gestaltung des Innenraums des Theaters des Westens war Blankenburg beteiligt – ein Projekt, das berlinweit Aufmerksamkeit erregte.
Seine Werke, auch die im Galerie- und Ausstellungskontext gezeigten, zeichnen sich durch eine oft düstere, rätselhafte Bildsprache aus. Sie entziehen sich der schnellen Lesbarkeit, fordern zur Auseinandersetzung auf und eröffnen Räume für Diskussion und Interpretation. Blankenburgs Arbeiten stehen für eine Kunst, die nicht abschließt, sondern öffnet – für Gespräche, für Positionen, für Widerspruch.
Die 13 Werke stammen aus der Bestandsliste der Stiftung (Öl auf Leinwand, 1980–1992). Die Zuordnung von Jahr und Maß zum einzelnen Bild ist noch nicht gesichert.
Dieter Herrmann
* 1949Sammlung
Geboren 1949 in Bayreuth. Studium der Kunstpädagogik an der HdK Berlin und der Politologie an der FU Berlin, 1980 Meisterschüler bei Johannes Geccelli. Malerei und Polaroid-Montagen zum Verhältnis von Mensch und Natur.
Dieter Herrmann, 1949 in Bayreuth geboren, verbindet in seinem Werk künstlerische Präzision mit gesellschaftlicher Haltung. Er studierte Kunstpädagogik an der Hochschule der Künste Berlin und Politologie an der Freien Universität. Von 1974 bis 1976 war er Mitglied der Arbeitsgruppe „Realismusstudio“ der NGBK. In dieser Zeit begann seine Abkehr von der abstrakten Farbflächenmalerei hin zu einer realistischen Bildsprache, angestoßen durch ökologische Katastrophen wie das Fischsterben im Roten Main oder die Ölkatastrophe von 1978 an der bretonischen Küste.
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Herrmanns Auseinandersetzung mit Umweltzerstörung und dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur wurde zu einem zentralen Thema seines künstlerischen Schaffens. Dabei prägte ihn auch die Arbeitsweise der spanischen Künstlergruppe Equipo Crónica, deren montagetechnische Malerei er in seine eigene visuelle Sprache übertrug. 1980 wurde er Meisterschüler bei Prof. Johannes Geccelli an der HdK Berlin.
Neben seiner künstlerischen Arbeit engagierte sich Herrmann in sozialen und kulturpädagogischen Projekten mit Jugendlichen und war im Bereich visueller Medien sowie der Suchtprävention tätig. In den späten 1980er Jahren entwickelte er eine eigenständige Technik der Mehrfachbelichtung mit Polaroid-Film. Diese fotografischen Montagen, etwa von Bauten der Internationalen Bauausstellung (IBA) Berlin, fanden internationale Beachtung und Aufnahme in die Polaroid Collection in Cambridge, Massachusetts.
Herrmanns Werk thematisiert die fragile Beziehung zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur. Seine Bilder fordern zur Reflexion auf – nicht laut, sondern mit stiller Eindringlichkeit. Ob in Malerei oder Fotografie, seine Arbeiten zeigen das verletzliche Individuum im Spannungsfeld sozialer Realität. Kunst wird bei ihm zum Ort des Dialogs: zwischen Form und Verantwortung, zwischen persönlicher Empfindung und öffentlichem Bewusstsein.
„Kunst hat ein humanes Anliegen. Es genügt nicht, nur die Probleme und Widersprüche der Gesellschaft zu zeigen, sondern das Leben des Menschen im einzelnen als Individuum, das mit den anderen der Gesellschaft in Kommunikation steht, Ängste und Sorgen hat, liebt, leidet und in einem menschenwürdigen Leben für dieses selbst kämpft. Der Mensch ist ein wertvolles Individuum.“
Credo 1974
Michael Thomas Schröder
* 1949Sammlung
Michael Thomas Schröder, geb. 1949 in Berlin, gründete gemeinsam mit Freunden 1977 die Galerie 70 in Berlin-Charlottenburg, Schillerstrasse 70, die wiederum bis zu ihrer Schließung 1986 Mittelpunkt der politischen Kulturszene Berlins war.
Neben politisch-dokumentarischen Ausstellungen zu Themen wie „Brokdorf“, „§ 218“, „Kunst gegen Rechts“, „SPIEGEL-Titelseiten“, „Kriegsspielzeug“, „Kein schöner Land“ gab es diverse gemeinsame politische Kunstprojekte mit der Künstlergruppe RATGEB wie z.B. „Fussball & Folter“ anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Argentinien 1978. 1982 wurde im 2. Stock der Galerie 70 die Fotogalerie 70 mit Ausstellung von Andrew Savulich/NY, Stanislav Tuma/Prag oder F.C.Gundlach/HH eröffnet.
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Er kuratierte dann für die Berliner Kunstvereine NGBK und NBK Ausstellungen wie „1984“ in der provisorischen Kunsthalle Hallensee und „Kunst im Exil“ in der Orangerie Schloss Charlottenburg.
Aus diesen Jahren rühren viele Kontakte und enge Freundschaften zu bildenden Künstlern national wie international, was wiederum Basis und Motivation für die Gründung der Stiftung war.
- 2009 · Kunsthof Dahrenstedt
- 1984 · „Adieu ’84 – Variierte Phantasmen“, Gruppenausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (nGbK) in der Deplanakunsthalle
Malerin, Bildhauerin und Zeichnerin, geboren 1972 in Erbach im Odenwald, lebt und arbeitet in Berlin. Meisterschülerin der UdK Berlin. Rhythmus und Bewegung als Thema in Skulptur, Zeichnung und Live Painting.
Ilona Ottenbreit ist eine deutsche Malerin, Bildhauerin und Zeichnerin. Sie wurde 1972 in Erbach im Odenwald geboren, wuchs in Karlsruhe auf und lebt und arbeitet heute in Berlin. Ottenbreit studierte Malerei bei Professor Volker Stelzmann an der UdK Berlin und wechselte 2002 in die Bildhauerei zu Professor Harro Jacob. 2005 schloss sie ihr Studium ab und wurde 2006 Meisterschülerin an der UdK Berlin.
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In ihrer künstlerischen Arbeit untersucht Ilona Ottenbreit Rhythmus und Bewegung, die sie als „Ursache unseres Lebens“ versteht. Ihre Skulpturen zeigen Gruppen von Menschen in Bewegung, die eine kollektive Verbindung oder Einheit darstellen. Ein zentraler Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist das Zeichnen von Bewegungsabläufen. Sie folgt dabei Tänzerinnen und Tänzern mit einer Linie und hält fest, was sie intuitiv erfassen kann. Die entstehenden abstrakten Figurenzeichnungen werden mit Kohle und Tusche weiterbearbeitet.
2011 gründete Ilona Ottenbreit die Performancegruppe Dimensionen, die Tanz, Theater, Musik und Malerei miteinander verbindet. 2020 entstand das Künstler:innenkollektiv Heads & Voices, das mit gesprochenem Wort, Live-Malerei sowie experimenteller Musik und elektronischen Sounds arbeitet. Live Paintings und Performances bestimmen ihre künstlerische Arbeit und führen dazu, dass sich ihre Ausstellungen im fortwährenden Wandel befinden, den auch die Betrachter:innen miterleben können.
Ilona Ottenbreit stellte in Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Großbritannien aus. Ihre Werke befinden sich unter anderem in öffentlichen Sammlungen in Berlin und Karlsruhe.
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Werner Brunner Prometheus 1987 Acryl & Papier auf Nessel 120 × 145 cm -
Werner Steinbrecher Auf nach… „Brokdorf“! 17.02.1977 50,5 × 36,5 cm -
Volkmar Förster Die Trennung 2012 Gouache, Ölkreide auf Leinwand 140 × 120 cm -
Ralf Ehrhardt verkuppelt 2004 Aquarell, Collage, Zeichnung 70 × 100 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Dieter Herrmann Unknown -
Michael Thomas Schröder Ohne Titel -
Ilona Ottenbreit Dissolved head 2025 140 × 160 cm -
Werner Brunner I Love you, I eat you 2009/2018 Öl, Acryl, Papier auf Nesser 180 × 180 cm -
Werner Steinbrecher Frauenemanzipation 1977 49,5 × 35 cm -
Volkmar Förster Die 6 Flügel der Vollkommenheit 2006 Materialdruck 25 × 25 cm -
Ralf Ehrhardt still laughing… 2023 Aquarell, Collage, Zeichnung, Öl-frottage 100 × 140 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Dieter Herrmann Unknown 2 -
Michael Thomas Schröder Ohne Titel -
Ilona Ottenbreit The movement of a dance 2026 Kohle, Acryl 160 × 180 cm -
Werner Brunner Trümmerfrauen 1980 Acryl auf Nessel; bemalter Holzrahmen 110 × 150 cm -
Werner Steinbrecher Handzeichen 1977 Druck ohne Rahmen 31 × 44,5 cm -
Volkmar Förster Frühlingsmond 2013 Acryl auf Leinwand 90 × 150 cm -
Ralf Ehrhardt GIGAS. 2006 Aquarell, Collage, Zeichnung, Öl-frottage 50 × 70 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Michael Thomas Schröder Ohne Titel -
Ilona Ottenbreit Head A. G. 2022 160 × 120 cm -
Werner Brunner Selbstportrait 12 1981 Acryl auf Nessel; bemalter Holzrahmen 111 × 111 cm -
Werner Steinbrecher Ira 1977 Druck ohne Rahmen 40 × 54 cm -
Volkmar Förster Frühlingsmond oben 2013 Acryl auf Leinwand 90 × 45 cm -
Ralf Ehrhardt funny facade III 2009 Aquarell, Collage, Zeichnung, Öl-frottage 70 × 100 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Michael Thomas Schröder Verkalkt -
Ilona Ottenbreit Head L. 2025 180 × 150 cm -
Werner Brunner Griechenland II Aigina Hausbau 1981 bis 1983 Acryl auf Nessel; weisser Holzrahmen 110 × 110 cm -
Werner Steinbrecher Die lezten Tage 4 Notarzt 1981 35 × 48 cm -
Volkmar Förster Frühlingsmond unten 2013 Acryl auf Leinwand 90 × 45 cm -
Ralf Ehrhardt Blaue Stunde 2017 Aquarell, Collage, Zeichnung 40 × 50 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Michael Thomas Schröder Kalte Dusche -
Ilona Ottenbreit Head „JM“ 2022 210 × 180 cm -
Werner Brunner Grüner Blutmann 1983 Acryl auf Nessel 113 × 145 cm -
Werner Steinbrecher Männer statt man 1981 60 × 39,5 cm -
Volkmar Förster Königin der Nacht 2013 Acryl auf Leinwand 110 × 130 cm -
Ralf Ehrhardt Junta. 2017 Aquarell, Collage, Zeichnung 40 × 50 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Michael Thomas Schröder Ohne Titel -
Ilona Ottenbreit Head dissolved blue-green 2023 -
Werner Brunner 150 Jahre Sanitaerhygiene sind genug 1985 Acryl & Papier auf Nessel 100 × 145 cm -
Werner Steinbrecher Liegestellung/Liegestütz 1992 Druck ohne Rahmen 38 × 53 cm -
Volkmar Förster Sagenreiche Entwurfszeichnung 2013 31 × 43 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Michael Thomas Schröder Ohne Titel -
Ilona Ottenbreit Who am I — head blue-red 2026 180 × 150 cm -
Werner Brunner Mauerbau aus der Ferne TV gesehen 1987 Acryl, Papier & Pappe auf Nessel 183 × 120 cm -
Werner Steinbrecher Ohne Titel 1992 Druck ohne Rahmen 39 × 53 cm -
Volkmar Förster Schöneck, Forststraße 2013 Rohrfeder, Tusche 50 × 70 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Tanz IV 2012 44 × 64 cm -
Werner Brunner Treibhaus 1988 bis 2004 Acryl auf Nessel; schwarzer Holzrahmen 185 × 125 cm -
Werner Steinbrecher Sonnenschaukel 3 1992 Druck ohne Rahmen 28 × 42 cm -
Volkmar Förster Schöneck, Klingerstraße 2013 Rohrfeder, Tusche, Acryl 70 × 90 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Livepainting aus der Serie BE MOVE -
Werner Brunner Zu treuen Händen 1991 Acryl & Sand auf papier auf Nessel 111 × 157 cm -
Werner Steinbrecher Ohne Titel 2002 31 × 27 cm -
Volkmar Förster Schöneck, Mangelsdorfer Straße 2013 Rohrfeder, Tusche 50 × 70 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Livepainting „Tanz mit Abel“ 2022 150 × 180 cm -
Werner Brunner Explosiv I 1992 Mischtechnik 150 × 120 cm -
Werner Steinbrecher Ohne Titel 2002 40 × 30 cm -
Volkmar Förster Streugrün I 2013 Rohrfeder, Tusche 75 × 37 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Figurengruppe I Bronze -
Werner Brunner Explosiv II 1992 Mischtechnik 150 × 120 cm -
Werner Steinbrecher Ohne Titel Spanplatte ohne Rahmen 40 × 60 cm -
Volkmar Förster Streugrün II 2013 Rohrfeder, Tusche 70 × 45 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Figurengruppe II (Ansicht 1) Bronze -
Werner Brunner Gute Nacht Leipziger Platz 1996 Ölkreide, Acryl & Papier auf Sperrholz 150 × 150 cm -
Volkmar Förster Vorwärts 2012 Gouache auf Leinwand 130 × 110 cm -
Paul Blankenburg Ohne Titel Öl auf Leinwand -
Ilona Ottenbreit Figurengruppe II (Ansicht 2) Bronze -
Werner Brunner Erschrecken der Loreley 1998 Acryl & Sand auf Nessel 106 × 123 cm -
Volkmar Förster Streugrün III 2013 Rohrfeder, Tusche 76 × 37 cm -
Ilona Ottenbreit Figurengruppe II (Ansicht 3) Bronze -
Werner Brunner Stroh 1998 Öl, Acryl auf Nesser 180 × 210 cm -
Volkmar Förster Wohlbach 2013 Rohrfeder, Tusche 30 × 30 cm -
Ilona Ottenbreit Skulpturengruppe I (Ansicht 1) Bronze -
Werner Brunner An der Elbe 2002 Acryl auf Nessel; bemalter Holzrahmen 110 × 150 cm -
Volkmar Förster Schwanengesang 8 2014 Farbholzschnitt 22 × 21 cm -
Ilona Ottenbreit Skulpturengruppe I (Ansicht 2) Bronze -
Werner Brunner Elbe bei Dessau 2002 Acryl auf Nessel in bemaltem Holzrahmen 110 × 150 cm -
Volkmar Förster Die Erscheinung 2015 Acryl 21 × 30 cm -
Ilona Ottenbreit Skulpturengruppe I (Ansicht 3) Bronze -
Werner Brunner Versatzstücke 2002C Acryl, Sand & Papier auf Nessel 150 × 150 cm -
Volkmar Förster Die Rückkehr 2015 Öl auf Leinwand 90 × 120 cm -
Werner Brunner Statistics Mountains IV 2004 Öl, Acryl, Papier auf Nesser 180 × 200 cm -
Volkmar Förster Grün XII 2015 Walzendruck, Collage 30 × 31 cm -
Werner Brunner Das Souvenir 10 2006 Acryl & Papier auf Nessel 150 × 150 cm -
Volkmar Förster Selbst vor vulkanischer Landschaft, Zustandsdruck 1,2 und 3 2015 Farbholzschnitt 36 × 41 cm -
Werner Brunner Götzen-Dämmerung II 1995 Acryl auf Nessel 210 × 150 cm -
Volkmar Förster Birkenreihe 2016 Fotoleinwand übermalt 110 × 180 cm -
Volkmar Förster Der Schornstein 2016 Acryl 21 × 30 cm -
Volkmar Förster Die Pause 2016 Übermalung 28 × 42 cm -
Volkmar Förster Vom Seeadler zum Moorfrosch 2016 Rauminstallation, Bodenplatte 130 × 130 cm -
Volkmar Förster Grün IVX 2016 Schablonentechnik 20 × 42 cm -
Volkmar Förster Grün IX 2016 Walzendruck, Faserstift, Collage 29 × 36 cm -
Volkmar Förster Grün XI 2016 Faserstift, Collage 30 × 36 cm -
Volkmar Förster Grün XI 2016 Kartondruck, Collage 25 × 33 cm -
Volkmar Förster Grün XV 2016 Walzendruck, Faserstift, Collage -
Volkmar Förster Grün XVI 2016 Kartondruck, Faserstift, Collage -
Volkmar Förster Grün XVII 2016 Kartondruck, Faserstift, Collage -
Volkmar Förster Grün XX 2016 Walzendruck, Faserstift, Spritztechnik 60 × 70 cm -
Volkmar Förster Zuneigung I 2016 Farbradierung, coloriert, Collage 20 × 28 cm -
Volkmar Förster Gier III 2.6 2020 Farbholzschnitt 28 × 28 cm
Veranstaltungen
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- Laufzeit
- 20.11.2026
- Vernissage
- Vernissage mit Signierstunde des Buches „Der Philosoph“
- Öffnungszeiten
- 18 bis 24 Uhr
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Veranstaltung
- Künstler:innen
- Volkmar Förster
„14057 Berlin-Charlottenburg“ ist der Zusammenschluss der Galerien, Projekträume und Ateliers im Kiez zwischen Lietzensee und Amtsgerichtsplatz. Jeder Ort hat sein eigenes Programm und seine eigene Handschrift. Gemeinsam ist ihnen die Postleitzahl und der Wunsch, die Kunst in der Nachbarschaft sichtbarer zu machen.
Kunst bis Mitternacht ist der Abend, den sie dafür gemeinsam ausrichten: Am Freitag, 20. November 2026, sind alle Türen von 18 bis 24 Uhr offen – mit Malerei, Grafik, Skulptur, Klang, Lesungen und Musik, zu Fuß von Tür zu Tür. Der Rundgang beginnt an der Anlaufstelle, der ParkSide Gallery in der Dernburgstraße.
In der GALERIE 15 ist an diesem Abend „Der Philosoph“ von Volkmar Förster zu sehen, mit einer Signierstunde zum gleichnamigen Buch.
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- Laufzeit
- 19.11.2026 – 17.01.2027
- Vernissage
- 19.11.2026, 18 Uhr
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Volkmar Förster, Armin Gröpler
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Der Philosoph“ stehen die Originalarbeiten von Volkmar Förster: 28 Zeichnungen und zehn farbige Acrylarbeiten, entstanden als eigenständige bildnerische Reaktionen auf 38 gereimte Texte von Armin Gröpler. Förster Bilder erzählen, verdichten und verwandeln die literarischen Motive und eröffnen eigene Räume, Figuren und Situationen – mal komisch, mal abgründig, mal leise und nachdenklich.
Die Texte von Armin Gröpler sind Ausgangspunkt und Gegenüber der Bilder. In jeweils sechs gereimten Zeilen entwirft Gröpler die ironisch-skurrile, fiktive Biografie eines Geistesarbeiters, der mit den großen Fragen des Lebens ebenso ringt wie mit seinen alltäglichen Widrigkeiten – pointiert, mit trockenem Humor und bis hin zur lakonischen Schlussbilanz: „Sein Leben war durchaus verpatzt.“
Förster illustriert diese Verse nicht im herkömmlichen Sinn. Seine Arbeiten stehen den Texten als selbstständige künstlerische Position gegenüber. Aus Worten werden Bilder, aus Pointen werden Szenen, aus Gedanken entstehen neue Assoziationen.
Im gleichnamigen Buch „Der Philosoph“ begegnen sich Bild und Text schließlich auf Augenhöhe. Die Ausstellung kehrt diesen Dialog bewusst um: Sie gibt zunächst den Originalbildern den Raum und lässt die Texte begleitend mitschwingen. So wird sichtbar, wie aus einer literarischen Idee eine bildnerische Welt entsteht – und wie beide im Buch wieder zu einem Ganzen zusammenfinden.
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- Laufzeit
- 07.08. – 30.09.2026
- Vernissage
- 06.08.2026, 17 Uhr
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Oliver Arendt, Tabea Ćubelić, Fritz Poppenberg, Julia Werhahn
„Mathematisch gesehen könnte man sagen, dass das Enträtselungsvermögen die Umkehrfunktion des Träumens sei. Es entpackt bei Tag, was im Schlaf verdichtet wurde, und verschiebt es mit umgekehrtem Vorzeichen. Doch anders als eine mathematische Umkehrfunktion, ist das Enträtselungsvermögen nicht eindeutig. Es bleibt im Vermuten, Versuchen und Tasten. Und was dabei herauskommt ist Teil des Tageserlebens und kann somit im nächsten Schlaf wieder mit anderen Teilen des Gedächtnisses neu verrätselt werden.“ (Aus dem Text zur Ausstellung von Oliver Arendt.)
Vier jüngere Künstler:innen aus Berlin, die in ihrer Arbeit um die Nachtseite des Lebens kreisen und dabei auch den Tagträumen Raum lassen. Kunstwerke zum Nachsinnen, Nachdenken, Nachträumen.
Oliver Arendt zeichnet, schreibt, sammelt, sortiert, baut und programmiert. Dabei entstehen wesenhafte Artefakte, die meist einen mathematisch-technischen Ursprung haben, aber auch wesenhafte Züge annehmen. Sie bilden den gedanklichen Raum, der in der künstlerischen Arbeit ganz subjektiv durchmessen wird.
Tabea Ćubelić untersucht Träume, Erinnerungen und die Rätsel der Herkunft. Ihre Zeichnungen und Objekte reflektieren und verkörpern zugleich die gedanklichen und stofflichen Funde, die sie dabei macht.
Fritz Poppenberg malt und zeichnet. Dabei ist er der Geschichte der Malerei und, in dieser Ausstellung, auch der des klassischen Comics verpflichtet. Er verhandelt in seiner Arbeit die Zeit von der Kindheit und Jugend bis zum Erwachsenwerden; den romantischen Kunstbegriff und seine Konventionen; und die Melancholie der uns schon verlorenen Zeit.
Julia Werhahn beschäftigen kollektive Ängste und Sehnsüchte. In ihrer Arbeit erforscht sie die Fragilität innerer Strukturen, die das Gefühl eines bröckelnden Daseins in sich tragen. Transparente Reliefs und Skulpturen, in denen komplexe Gefühle wie Vertrauen, Skepsis oder eine allumfassende Ohnmacht eingearbeitet sind, bilden den Schwerpunkt ihrer Arbeit.
Teil der Reihe Invitation der Michael Thomas Schröder Stiftung in der Galerie 15.
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- Laufzeit
- 21.05. – 26.07.2026
- Vernissage
- 21.05.2026, 18:00 Uhr
- Öffnungszeiten
- Täglich 12:00–18:00 Uhr über das Café KUNO15, samstags und sonntags betreut durch die Stiftung
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
Die Stadt ist kein eindeutiger Ort. Sie ist Versprechen und Zumutung, Begegnung und Isolation, Ordnung und Bruch zugleich. Seit Jahrzehnten setzen sich Künstler mit diesem Spannungsraum auseinander – nicht, um ihn aufzulösen, sondern um seine Widersprüche sichtbar zu machen.
Auch die in dieser Ausstellung versammelten Positionen zeigen keine einheitliche Sicht auf das Urbane. Vielmehr entfalten sie unterschiedliche, teils gegensätzliche Perspektiven: Die Stadt erscheint als strukturierter Raum und als fragiles Gefüge, als Ort kollektiver Erfahrung und individueller Verlorenheit, als Motor von Veränderung und als Schauplatz von Stillstand.
Gerade in dieser Uneindeutigkeit liegt ihre künstlerische Kraft. Die Stadt entzieht sich einfachen Deutungen – und fordert immer neue Bilder, neue Annäherungen, neue Fragen heraus.
Die Ausstellung versteht sich als offenes Feld dieser Auseinandersetzung. Sie lädt dazu ein, die Stadt nicht festzuschreiben, sondern sie in ihrer Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit neu zu sehen.
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- Laufzeit
- 26.03.2026
- Vernissage
- Lesung, Do, 26.03.2026, 19:30 Uhr
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Veranstaltung
- Künstler:innen
- Volker Kaminski, Karl Wunsch
VOLKER KAMINSKI , geboren in Karlsruhe, studierte Germanistik und Philosophie in Freiburg und Berlin, wo er als freier Schriftsteller lebt. Neben Kurzgeschichten und Kolumnen (Berliner Zeitung) und Rezensionen veröffentlichte er zahlreiche Romane (z.B. „Rot wie Schnee“, „Auf Probe“, „Der Gestrandete“). Bei PalmArtPress erschienen bisher „Herzhand“ (2021), „RUA 17“ (2023) und „Die letzte Prüfung“ (2024, überarbeitete Neuauflage). Seit 2014 ist er Lehrbeauftragter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin und unterrichtet dort in einem Masterstudiengang Creative Writing. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. das Alfred Döblin-Stipendium, das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und das Stipendium Künstlerhaus Edenkoben.
In der Galerie15 liest der Berliner Autor aus seinem neuen Roman „SCHÖNES leben“, begleitet von Karl Wunsch am Saxophon.
Beschreibung des Romans:
Der 16-jährige Viktor hat es nicht leicht. Um den heftigen Streitereien seiner Eltern zu entfliehen, schafft er sich eine eigene Welt des Schönen und entwickelt eine Leidenschaft fürs Malen. Nach dem Auszug von Mutter und Schwestern, bleibt er mit dem Vater zurück, der den Schmerz über den geplatzten Traum Großfamilie mit Alkohol betäubt. Viktor wird an der Kunstakademie angenommen, muss sich aber gegen die Angriffe des Vaters zur Wehr setzen, der Viktors Berufswunsch ablehnt. Im Kampf um Anerkennung, zwischen Verständnis und Hass schwankend, entwickelt sich Viktor zu einem eigenwilligen Maler, unterstützt von seinem Professor sowie dem Aktmodell Irm. In den Kneipengesprächen der Kunststudenten spiegelt sich der Zeitgeist der achtziger Jahre.
www.volkerkaminski.wordpress.com
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- Laufzeit
- bis 17.05.2026
- Öffnungszeiten
- Täglich 9:00–18:00 Uhr, Eingang über das Café KUNO15
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
Eine Querschnitts-Ausstellung der Sammlung mit Werken von neun Künstler:innen der Stiftung, gezeigt in der GALERIE15 bis zum 17. Mai 2026.
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- Laufzeit
- Zeitraum wird nachgetragen
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Anne Dérian
Die in Berlin lebende, französische Künstlerin Anne Dérian präsentiert in ihrer Einzelausstellung „ Inmost / Almost “ zwei kontrastierende Seiten ihres künstlerischen Schaffens. Beide Galerieräume werden dabei genutzt, um unterschiedliche Zugänge zu Material, Form und Prozess erfahrbar zu machen.
Der erste Raum, „ Inmost “, lädt zur stillen Betrachtung ein. In meditativer Atmosphäre entstehen Arbeiten, die – inspiriert von Mandalas – zur inneren Einkehr und kontemplativen Wahrnehmung führen. Hier geht es um eine sinnliche Erfahrung von Kunst jenseits der Sprache. „ Almost“ , im zweiten Raum, zeigt eine energiegeladene, fragmentierte Ästhetik. Der Titel spielt augenzwinkernd auf den Satz „Almost finished“ an und verweist auf die präzise, aber zeitintensive Herangehensweise der Künstlerin. Oberflächenzerlegung, Materialität und farblich induzierte Emotionen stehen hier im Fokus. Während der Ausstellungsdauer wird Anne Dérian den Raum zugleich als Atelier nutzen – der kreative Prozess wird damit Teil der Ausstellung und für Besucher*innen live erlebbar.
Anne Dérian lebt und arbeitet in Berlin. Nach mehreren Jahren als Architektin wandte sie sich der bildenden Kunst zu. Ihre Arbeiten – von Zeichnungen bis hin zu skulpturalen Objekten – verbinden ihre architektonische Prägung mit einer tief persönlichen, intuitiven Herangehensweise. Geometrie, modulare Strukturen, das Spiel mit Licht und Schatten sowie ein sensibles Gespür für Farbe und Material kennzeichnen ihre Werke.
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- Laufzeit
- 11.09. – 31.10.2025
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Volkmar Förster
Volkmar Förster mit einigen Gedanken zur Ausstellung
Weshalb malt ein Atheist Bilder zur Bibel?
Nicht getauft, nicht konfirmiert, in der ehemaligen DDR sozialisiert gab es bei mir wenig Berührungspunkte zum Christentum. Die Entscheidung als 14-jähriger ob nun Jugendweihe oder Konfirmation, ein Problem, welches viele Eltern meiner Freunde hatten, gab es nicht. Erst spät, im Studium las ich das großartige Romanwerk „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann, diese Lektüre wirkt bis heute nach. Es war meine allererste Begegnung mit der christlichen Mythologie überhaupt. In meiner Bühnenbild Diplomarbeit „Urfaust“ wird die „Gretchenfrage“ gestellt: „Nun sag mir wie hast du`s mit Religion? Ich glaub du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub du hältst nicht viel davon“ .
Der Glaube spielt beim einfachen Volk eine ganz wesentliche Rolle, es ist der Grundpfeiler der sittlich moralischen Verhaltensweise insgesamt. Karl Marx schreibt 1848: „Religion ist Opium des Volkes“. Lenin macht daraus: Religion ist Opium für das Volk“. Diese Religionskritische Haltung prägte die Bildungspolitik der DDR. Die Kirche mit den beiden Konfessionen existierte zwar, eher geduldet, als erwünscht. Es war eine Randerscheinung des gesellschaftlichen Lebens.
Wenn ich meine Entwicklung als bildender Künstler beschreiben sollte so begann ich als Landschaftsmaler. Bei der Arbeit direkt vor der Natur, beim Sitzen vor dem Motiv, entstand ganz oft ein Gefühl, eine Ehrfurcht vor der Großartigkeit der Schöpfung. Der Pantheismus, auch im goetheschen Sinne, ist mir sehr nahe. „Gott ist die Natur“ , als religiöses Gefühl der Bewunderung. Nach der Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur, Aktzeichnen ist die Voraussetzung, wagte ich mich an mythologische Themen. Im Jahre 2000 „Ikarus“ in der Kunstwandelhalle Bad Elster, dann folgten viele Arbeiten, Performancen und Ausstellungen zur Nibelungensage.
Der Garten, sozusagen das Miniformat der Natur stand schon immer im Fokus meiner Bemühungen.
Die meisten meiner großen Kollegen haben am Ende ihres Lebens ihre Gärten gemalt. So tat ich ebenfalls. 2002 porträtierte ich unseren Garten rund ums Haus. Es entstanden 12 kleinformatige Ölbilder, Zeichnungen Farb- und Schwarz-Weiß-Holzschnitte. Daraus entwickelte sich die Idee unseren Garten mit Adam und Eva zu bevölkern. Folgerichtig stieß ich auf das Alte Testament. Erstmalig las ich die originalen Texte der Genesis, die mich sofort faszinierten. Es gibt keinen schöneren Satz als: „Es werde Licht“
Dem ersten Bild dieses Titels folgten 19 weitere in einer dramaturgischen Abfolge von: Die Erschaffung der Welt, der Fall des Menschen und endet mit der Geburt und Kreuzigung von Christus, also mit dem Neuen Testament. Unzählige bildende Künstler haben in der Vergangenheit bis heute großartige Kunstwerke zu diesen Themen geschaffen. Eine große Herausforderung für mich allemal.
Während der Arbeit ergaben sich die Fragen über die Sinnhaftigkeit des Projekts. Welche Bedeutung hatte der christliche Mythos für die Entwicklung der Menschheit? Sind die Lehren Christi für unsere Gegenwart noch relevant?
Das Konzept der Gleichheit vor dem Gesetz, ein Grundprinzip westlicher Rechtsprinzipien, dazu zählen die Abschaffung der Sklaverei, die Entwicklung von Arbeitnehmerrechten, die Einrichtung von Sozialsystemen sie alle tragen den Abdruck der Lehren Christi über Menschenwürde und sozialer Gerechtigkeit. In der Charta der Vereinten Nationen ist das Völkerrecht festgeschrieben, die mit den Lehren Jesu übereinstimmen. Festzustellen ist, dass diese grundlegenden Menschenrechte immer wieder, bis heute gebrochen werden.
Beim Malen der Bilder war ich mir dieser Problematik bewusst und habe versucht in Form und Inhalt neue Wege zu gehen.
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- Laufzeit
- Zeitraum wird nachgetragen
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Ismael Duá
Ismael Duá hat sich einem Format verschrieben. Seit 2006 arbeitet der in Berlin lebende und schaffende Künstler ausschließlich im Format DIN A4. Bis zu diesem einheitlichen Standard, der am 18. August 1922 veröffentlicht wurde, war es allerdings ein langer Weg.
Für Duá war es eine Entscheidung und heute ist die Norm für ihn gleichzeitig Sujet und Forschungswerkzeug – nicht nur auf Papier.
Von Studien in multiplen Materialien hat sich sein Werk in den letzten Jahren um einen Kern aus Malerei gewickelt. Mit der einheitlichen Begrenzung auf kleinstem Raum wird eine Erforschung von Mustern, Haltungen und Gewichtung möglich. In der Tiefe ist das einzelne Bild – durch den ebenbürtigen Platz im Gesamtwerk – frei.
„Alles in der Welt“ interessiert Ismael Duá, der erst in Wales internationale Politik studierte, anschließend in München Freie Kunst. Bei Professor Andreas von Weizsäcker entdeckte er die Vorliebe zu kleinen Formaten, bei Professorin Magdalena Jetelová den kompromissfreien Blick für das Ganze – und dank Professor Jean-Marc Bustamante fand er zur Malerei zurück.
Ismael Duá ist 1981 in Berlin geboren, seine zweite Heimat ist Conakry, Guinea. Er lebt heute in Neukölln, wo er neben seiner künstlerischen Tätigkeit ein kleines Lokal betreibt. Dort, am Karl-Marx-Platz, hat er zehn Jahre lang das Projekt „KAPi TAL“ kuratiert – ein Format, das sich auf Künstler:innengespräche spezialisierte.
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- Laufzeit
- 19.06. – 03.08.2025
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Werner Brunner
Die Titelwahl „Stadt, Land, Kunst!“ spiegelt den Themenreichtum und das umfassende Werk des in Berlin lebenden und schaffenden Künstlers Werner Brunner wider. Und so vielseitig wie sein Werk, ist auch seine Vita: 1941 in München geboren, gelernter Schmied aus Oberammergau, Flugzeugmechaniker, tätig als Architekt und in der archäologischen Bauforschung. Schon vor dem Beruf als Schmied waren Kunst, Architektur und Archäologie die Wunschberufe für Werner Brunner. Allerdings konnte er sich dann nach Architekturstudium und Architektenzeit mit der Architektur der 1960/70er Jahre nicht identifizieren und öffnete sich in Richtung Kunst. Im Berlin des Jahres 1977, mit der Gründung der „Künstlergruppe Ratgeb“ (Erinnerung an Jörg Ratgeb, der ein Zeitgenosse Albrecht Dürers war), wurde Werner Brunner zum Berufskünstler. Neben der Atelierarbeit war bald der große Erfolg der Gruppe die Wandmalerei, der sich Brunner auch als Autor und Publizist widmet.
Gleichzeitig entwickelten sich im Atelier bald noch weitere Bildthemen für Brunner wie Architektur in Stadt und Land sowie Raum und Ornamente , die Nachkriegszeit oder Arche und Atlas .
Brunners Vita und seine berufliche Herkunft bestimmen sein Werk. Er untersucht immer wieder das Spannungsfeld zwischen dem Menschen und seiner Lebenswelt und findet so seinen gestalterischen Ausdruck. Er verwendet Zeitungsmeldungen, Fotografien, statistische Diagramme und Zitate, montiert und übermalt sein Material, lässt es im großen malerischen Ausdruck verschwinden oder ironisch (selten auch böse) aufblitzen oder durchschimmern.
Eine Auswahl von Brunners Bildern und Collagen mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Stadt, Land und Architektur werden nun vom 19. Juni bis 3. August in der Galerie 15 in Charlottenburg zu sehen sein.
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- Laufzeit
- 10.04. – 01.06.2025
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Werner Steinbrecher
Werke von Werner Steinbrecher, geboren 1946 im niedersächsischen Visbek und aufgewachsen in Düsseldorf, sind nun endlich wieder in Berlin zu sehen. 15 Jahre verbrachte er im ehemaligen Westteil der Stadt – malend, zeichnend, denkend, hinterfragend – bevor er 1989 nach Allenbostel nahe Uelzen aufs Land zog, auf der Suche nach Ruhe, Meditation und einer Auszeit. Er studierte zunächst Architektur in Aachen und später Kunst an den Kunsthochschulen in Nürnberg und Berlin und war als Dozent unter anderem an der Uni Lüneburg tätig. Seine Werke wurden zeitlebens in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, viele der Werke sind heute noch in öffentlichen Bereichen und Museen wie z.B. der Berlinischen Galerie sichtbar. 2008 ist Werner Steinbrecher viel zu früh in Bardowick verstorben.
Ob im Studium an der HdK Berlin, im Atelier bei der künstlerischen Arbeit, in Freundschaften und Gesprächen – Werner Steinbrecher suchte nach Tiefe und Sinn. Trotz der beeindruckenden Themenvielfalt in seinen Werken, kratzt er nie nur an der Oberfläche. Inhaltlich sowie technisch legte er zeitlebens eine enorme Akribie an den Tag. Er war ein begnadeter Künstler, der stets in seiner Kunst das eigene Ich, seine Umwelt und die Wirkung von Kunst auf Gesellschaft und andere Menschen hinterfragte.
Dabei reagierte Werner Steinbrecher in seinen zunächst großformatigen Ölbildern auf die Entwicklung der gesellschaftlichen und politischen Situation der 1960er bis 1980er Jahre: Vietnamkrieg, die Studentenrevolution, die Rote Armee Fraktion (RAF) und der „Deutsche Herbst“ sowie der beginnende Umweltaktivismus und Feminismus.
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- Laufzeit
- 13.02. – 31.03.2025
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Ralf Ehrhardt
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- Laufzeit
- 12.12.2024 – 28.01.2025
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Dieter Herrmann
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- Laufzeit
- 17.10. – 01.12.2024
- Vernissage
- 17.10.2024, 18:00 Uhr – BE:CHANGE Live Painting und Cello-Improvisationen (E. Freitag)
- Finissage
- 30.11.2024, 18:30 Uhr – BE:MOVE Live Performance mit Tanz (A. Navarro) & Musik (Flirren)
- Öffnungszeiten
- Fr, Sa & So malt die Künstlerin live von 15:00–19:00 Uhr
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Ilona Ottenbreit
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- Laufzeit
- 05.09. – 13.10.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- INVITATION
- Künstler:innen
- Pedro Reis de Mendonça
Pedro Reis de Mendonça eröffnete die Reihe #INVITATION im September 2024 mit seiner Ausstellung „Zwischen Licht und Struktur“. Wie das Flirren von Baumkronen oder Wasseroberflächen durch Licht und Wind bauen sich seine Bilder Schicht für Schicht auf. Mit kleinen, sich wiederholenden Gesten, die an Musik erinnern, setzt der in Rio de Janeiro geborene & in Berlin lebende und arbeitende Künstler die Farben ein, die er direkt aus der Tube nimmt. Der Verzicht auf das Mischen der Ölfarben hat für ihn den Reiz einer dauerhaft verlässlichen Farbpalette, deren Bestandteile zudem ihre Klarheit und Leuchtkraft behalten.
Mit jeder Schicht, die aus vielen Setzungen besteht, nähert sich Reis de Mendonça einer Komposition, die in sich Halt findet. Mal großformatig auf Leinwand, mal kleinformatig auf Holzfaserplatte – beides mit eigener Ästhetik. Die Holzfaserplatten bieten neben dem Widerstand des Malgrundes auch die Möglichkeit, freiere Formate entstehen zu lassen. Diesen MdF-Formen fügt er nicht nur Farbe hinzu, sondern nimmt sie auch wieder ab, indem er mit einem Dremel Linien, Strukturen und Muster hineinarbeitet. Die so entstandenen Platten, die sich auch für Hochdrucktechniken eignen, haben ihn zur Grafik geführt. Da er ohne Presse druckt, entstehen Drucke auf zartem Papier.
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- Laufzeit
- 27.06. – 11.08.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Volkmar Förster
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- Laufzeit
- 16.05. – 23.06.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Paul Blankenburg
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- Laufzeit
- 07.03. – 14.04.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Werner Brunner
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- Laufzeit
- 11.01. – 18.02.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Ralf Ehrhardt
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- Laufzeit
- 08.12.2023 – 07.01.2024
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Werner Steinbrecher
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- Laufzeit
- 12.10. – 19.11.2023
- Ort
- GALERIE 15, Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin
- Reihe
- Aus der Sammlung
- Künstler:innen
- Volkmar Förster
Mehr über INVITATION
Die Ausstellungsreihe für Gäste außerhalb der Sammlung
INVITATION ist eine Ausstellungsreihe der „Stiftung Michael Schröder – Sammlung für Gegenwartskunst“. Hier werden inspirierende Künstler:innen vorgestellt, die zum Stiftungsprofil passen und Teil der aktuellen Kunstszene sind. Nicht Mainstream, sondern Mut steht im Mittelpunkt dieser Ausstellungsreihe.
In unregelmäßigen Abständen stellt die Stiftung junge Künstler*innen vor, die einerseits den Weg in die Öffentlichkeit suchen wie andererseits auch zum Stiftungsprofil passen.
Bisher eingeladen
- Pedro Reis de Mendonça
- Ilona Ottenbreit
- Ismael Duá
- Anne Dérian
- Oliver Arendt
- Tabea Ćubelić
- Fritz Poppenberg
- Julia Werhahn
GALERIE 15
Die GALERIE 15 liegt in der Suarezstrasse 31 in Berlin-Charlottenburg, wenige Schritte vom Lietzensee. Hier zeigt die Stiftung ihre Sammlung und stellt in der Reihe INVITATION Gäste vor.
Die Galerie ist Samstag und Sonntag von 13–16 Uhr geöffnet. Ansonsten kann die Galerie aber auch wochentags über das Café KUNO15 besucht werden.
Direkt an die Galerie angebunden liegt das Café KUNO15. Ein Besuch lässt sich damit an jedem Wochentag mit einer Tasse Kaffee verbinden – Kunst und kulinarischer Genuss unter einer Adresse.
Adresse & Anfahrt
Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31
14057 Berlin-Charlottenburg
Kuno-Fischer-Straße 15/Suarezstrasse 31, 14057 Berlin-Charlottenburg, nahe Lietzensee.
Öffnungszeiten
- Samstag und Sonntag
- 13–16 Uhr
- betreut durch die Stiftung
- Montag bis Freitag
- zu den Öffnungszeiten des Cafés
- Zugang über das Café KUNO15
Art Consulting
Die Stiftung berät Sie bei der Ausstattung Ihrer Privat- oder Geschäftsräume mit Kunst.
Ist Ihnen ein Werk aus dem Bestand der Stiftung aufgefallen? Dann melden Sie sich gern unter michaelthomas.schroeder@mts-stiftung.de.
Kontaktanfrage
Hinterlassen Sie Ihre Kontaktdaten, die Stiftung meldet sich bei Ihnen.
Vielen Dank. Ihre Anfrage ist bei der Stiftung eingegangen.
Das hat leider nicht geklappt. Bitte prüfen Sie Ihre Angaben oder schreiben Sie direkt an michaelthomas.schroeder@mts-stiftung.de.
